6. Resümee (und Literaturangaben)

Die erste Forschungsfragestellung dieser Studie betraf die möglichen Unterschiede im Geschlechtsrollenverhalten prähomosexueller Jungen. Die Fragebogenerhebung zeigte, dass die vorfindbaren Unterschiede im Geschlechtsrollenverhalten prähomosexueller Jungen erheblich sind. So zeichnen unsere Daten erstmalig ein sehr konkretes und plastisches Bild davon, in welchen Punkten geschlechtsrollenkonforme prähomosexuelle Jungen vom bisherigen, auch von Wissenschaftlern präsentierten Stereotyp des rollennonkonformen "sissy-boy" (Green 1987) abweichen. Offen bleibt, wie umfangreich der Anteil rollenkonformer und -nonkonformer Jungen an der Grundgesamtheit aller homosexuellen Männer ist. Die quantitative Verteilung war jedoch nicht Gegenstand dieser Untersuchung.

Die zweite Forschungsfrage behandelte die Auswirkung des Geschlechtsrollenverhaltens auf die soziale Einbindung in Familie und das soziale Umfeld während der Kindheit und Jugend. Zur Klärung dieser Frage wurden zwei Extremgruppen, die "weichen" und die "harten Jungen", im Rahmen einer Interviewstudie verglichen. Es zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen beiden Gruppen. So nannten viele Männer ihr konformes bzw. nonkonformes Rollenverhalten als Grund für den guten Kontakt zu Jungen (gemeinsame Interesse, ähnliche Verhaltensweisen) bzw. zu Mädchen (gemeinsame Interessen, Ablehnung bestimmter "männlicher" Verhaltensweisen) bzw. für Rückzug und Alleinspielen. In Bezug auf das Verhältnis zu Geschwistern und Eltern stellten die Befragten auf ähnliche Weise einen Zusammenhang her: der gemeinsame Fußballspielbesuch mit dem Vater als seltene, aber regelmäßige Kontaktmöglichkeit für den rollenkonformen Jungen, der geringe Respekt des großen Bruders für den weichen, schwächlichen Jüngeren, das vertraulich-enge Verhältnis als "Liebling der Mutter" aufgrund des Schutzbedürfnisses eines ängstlichen, rollennonkonformen Jungen.

Ein zweites zentrales Ergebnis dieser Arbeit ist somit, dass soziale Ausgrenzung ­ insbesondere durch die gleichgeschlechtlichen Peers ­ und sozialer Rückzug in der Kindheit sowie ein enges emotionales Verhältnis zur Mutter und ein eher negatives zum Vater, verbunden mit einem geringen Selbstwert- und einem negativen Lebensgefühl, mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Folge nonkonformen Rollenverhaltens ist und nicht der (späteren) Homosexualität (vgl. Düring 1994). Diese nach Ansicht so vieler Forscher "typischen" Erfahrungen prähomosexueller Kinder sind allerdings nur "typisch" für eine Teilgruppe der Homosexuellen.

Die dritte Forschungsfrage behandelte die Auswirkung kindlichen Geschlechtsrollenverhaltens auf die psychosexuelle Entwicklung zum erwachsenen Homosexuellen, auf die Wahrnehmung gleichgeschlechtlicher Empfindungen und auf das Coming-out. Diejenigen Jugendlichen, die sich in der Kindheit geschlechtsrollenkonform verhalten hatten, brauchten mehrheitlich länger, ehe sie sich selbst als homosexuell identifizierten und sich trauten, dieses offen zu leben. Während sich die "weichen Jungen" bereits früh als "anders" erlebten und den Schritt zu einem homosexuellen Leben oft schon in der Jugend wagten, mussten die "harten Jungen" als Jugendliche diesen Schritt aus der Normalität heraus bewältigen. Wirkten die wenig rollenkonformen Jungen in Kindheit und früher Adoleszenz als soziale "Verlierer", stehen sie in Bezug auf das Coming-out eher als "Gewinner" da.

Es gibt in den Daten keine Hinweise für die Vermutung, die "harten Jungen" seien "weniger homosexuell" oder etwa bisexuell, was ihre zunächst heterosexuell gefärbte Pubertätsentwicklung nahe legen könnte. Im Gegenteil, die Zahl der interviewten Männer, die sich als nicht ausschließlich homosexuell ansahen, ist bei den "weichen Jungen" (3 von 13) höher als bei den "harten Jungen" (1 von 9). Für die Kindheit bis zur Pubertät ist eher eine Tendenz zur Asexualität bei den "harten Jungen" vorstellbar, wie sie auch Savin-Williams (1998) vermutet. Soziale Bedingungen sind als Erklärungsmuster wohl geeigneter als sexuelle: Der soziale Druck auf die "harten Jungen", sich heterosexuell zu verhalten und es auch zu sein, ist bei den "harten Jungen" offenbar sehr stark (vgl. auch Savin-Williams 1998; Ross 1989; Troiden 1989; Isay 1990). Der enorme Anpassungsdruck innerhalb der männlichen Peers und der starke Konformitätswunsch der "harten Jungen" sowie das verbreitete Klischee vom "femininen" Homosexuellen ließen den "harten Jungen" wenig Raum für das Entdecken ihrer sexuellen Orientierung. Ohne brauchbare Vorbilder in Form von "normalen" ­ sprich: nichtfemininen ­ Homosexuellen, ohne sichtbare Alternative zum gradlinig vorgezeichneten Weg über eine heterosexuelle Pubertät zur Mann-Frau-Beziehung war die Angst sehr stark, alle bisherigen Sicherheiten und den gesamten sozialen Kontext zu verlieren bzw. ihn eintauschen zu müssen gegen eine ungewisse Position als Außenseiter: "Ich glaube, das war eine meiner größten Befürchtungen so, wie reagiert die Umwelt darauf? So dieses Horror-Szenario, du bist dann ganz allein, keiner liebt dich mehr und alles wird ganz schrecklich!" Wenn sexuelle Aufgeschlossenheit und heterosexuelle Anteile vorhanden waren, bot sich den "harten Jungen" eine gute Möglichkeit, zunächst den "normalen" Weg fortzusetzen. Wenn dies nicht gegeben war, wurde zumindest die Alibi-Freundin gesucht ­ und sei es nur, um den Männern weiter nahe bleiben zu können. Die "weichen Jungen" machen hingegen im Zuge des Coming-outs die Erfahrung, dass ihr persönliches Anderssein im kollektiven Anderssein der homosexuellen Community gut aufgehoben ist, dass ­ wie es ein Mann ausdrückte ­ "dies meine Welt ist". Den "harten Jungen" geht es genau umgekehrt, um homosexuell leben zu können, müssen sie scheinbar "ihre Welt" verlassen und sich in eine fremde, unbekannte Welt begeben.

Zusammenfassend kann festgestellt werden: Die in dieser Studie festgestellten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen widersprechen der bisher recht einheitlichen Darstellung von "dem" prähomosexuellen Kind und Jugendlichen (vgl. u.a. Hirschfeld 1903; Bell et al. 1981; Isay 1990). Was Bailey (1996: 76) noch als Vermutung äußerte ­ "Perhaps there are different developmental routes to male homosexuality" ­, kann durch die vorliegenden Daten als bestätigt angesehen werden. In Bezug auf Geschlechtsrollenverhalten und Geschlechtsidentität, aber auch auf soziale Kontakte, das emotionale Grundgefühl in Kindheit und Jugend, Beziehungen zu den Eltern, hetero- und homosexuelle Erfahrungen vor dem Coming-out sowie Erleben und Bewältigung des Coming-outs existieren deutliche Unterschiede zwischen mindestens zwei Gruppen homosexueller Männer ­ unabhängig davon, ob Geschlechtsrollen(non)konformität an allen Unterschieden kausal beteiligt ist oder nicht.

Eine Vielzahl von Fragen muss offen bleiben. So konnte der gewählte methodische Zugang nicht leisten, die hinter den Verhaltensweisen stehenden Beweggründe und Ursachen intensiver auszuleuchten. Hierzu wurde das Schwergewicht zu sehr auf den Gruppenvergleich von Verhaltensweisen gelegt, der untersuchte Zeitraum zu sehr ausgedehnt und die von Kleining 1994 beschriebene Zirkularität im Verlauf der Erhebung nicht konsequent genug beibehalten. Das Vorgehen, zunächst einen Großteil der Interviews zu führen, ehe mit einer Auswertung begonnen wurde, verhinderte eine Modifikation der Leitfragen im Hinblick auf neu entdeckte Themenbereiche oder -aspekte. Denkbar wäre auch gewesen, präheterosexuelle "sissy-boys" ausfindig zu machen und zu interviewen.(1) So kann lediglich vermutet werden, dass viele Erfahrungen, welche die "weichen Jungen" mit der Ausgrenzung von den männlichen Peers, mit der Hinwendung zu Mädchen, mit den Anforderungen an männliche Jugendliche machen, auch dann auftreten, wenn der betreffende Junge später heterosexuell lebt.

Bei der Bewertung der Ergebnisse sollte berücksichtigt werden, dass eine Repräsentativität für andere homosexuelle Männer als die an der Untersuchung beteiligten nicht gegeben ist. Die an der Studie beteiligten Männer stellen in mancher Hinsicht kein repräsentatives Abbild der Gesamtheit homosexueller Männer in der Bundesrepublik dar. Wer außerhalb der Großstädte lebt, wer wenig Kontakt zu sozialen Treffpunkten und Gruppen hat, bekam kaum Gelegenheit, zum Befragten oder Interviewten zu werden. Der extrem hohe Anteil an Abiturienten und Studenten (nur drei Interviewpartner hatten kein Abitur), der keineswegs angestrebt war, ist in diesem Zusammenhang ebenfalls zu berücksichtigen. Die gewählten Methoden der Auswahl machten es offenbar Männern mit niedrigerem Bildungsstand schwerer, sich zu beteiligen.

Ein weiteres grundsätzliches Problem der vorliegenden Untersuchung ist, dass alle Angaben über Kindheit und Jugend retrospektiv erhoben wurden. Selbst bei einer Begrenzung auf 20- bis 40-Jährige muss mit fehlerhaften Erinnerungen gerechnet werden. Ross (1980) nennt mehrere Faktoren, welche die Retrospektion verfälschen könnten: unvollständige Erinnerungen, Verzer-rung der Erinnerung aufgrund von Reflexionen des Geschehenen oder zusätzlicher Information sowie Gefälligkeitsantworten. In Bezug auf homosexuelle Männer belegte er, dass diese in ihrer Erinnerung dem gesellschaftlichen Stereotyp folgen und geschlechtsrollennonkonformes Verhalten in der Kindheit überbewerteten. Die "Stereotypisierung" der eigenen Erinnerung mag zu einem Bias und damit zu einer höheren Quote von "weichen Jungen" im Sample der Fragebogenerhebung geführt haben.

Welche Konsequenzen können die wesentlichen Ergebnisse dieser Studie haben, denen zufolge der sportliche, aktive, gut integrierte Junge, der Fußball spielt, sich später ebenso zum homosexuellen Mann entwickeln kann wie der unsportliche, sanfte Einzelgänger, der lieber mit Mädchen spielt? Hilfsangebote dürfen sich nicht nur an einen Teil prähomosexueller Kinder bzw. Jugendlicher richten. Das bedeutet Schutz für nicht rollenkonforme Jungen vor Ausgrenzung und Diskriminierung, aber gleichermaßen Hilfestellung für den scheinbar "normalen" Jungen, der seine sexuellen Empfindungen als nicht übereinstimmend mit dem populären Bild vom Homosexuellen erlebt. Das heißt auch, Homosexuelle in der Öffentlichkeit nicht nur eindimensional darzustellen, sondern in allen vorhandenen Facetten, so dass der rollenkonforme prähomosexuelle Junge Identifikationsobjekte hat. Diese Forderung richtet sich gleichermaßen an die Sozialisationsinstanzen wie an die Medien und nicht zuletzt auch an die Homosexuellen-Organisationen, die bislang immer noch wesentliche Teile der Hilfsangebote gestalten und anbieten. Für einen solchen Wechsel in der Konzeption des "homosexuellen Mannes" müsste jedoch unsere Gesellschaft aufhören, "weibliche" Eigenschaften bei Jungen und Männern zu diskriminieren und damit prinzipiell eine Minderwertigkeit von Frauen auszudrücken. Dies würde auch präheterosexuellen Jungen nützen, die "weibliche" Eigenschaften leichter in ihre Persönlichkeit integrieren könnten, ohne Opfer von Diskriminierung und Ausgrenzung zu werden.

 


1. Als Beispiel mag ein später heterosexueller Junge aus der Studie von Green (1987) dienen. Die Eltern berichteten bei der Vorstellung, ihr Sohn spiele lieber mit Mädchen und nicht gern mit Jungen, spiele mit Puppen und der Puppenküche, ziehe gern Mädchenkleider an, möchte Makeup auflegen und übernehme bei Vater/Mutter/Kind-Spielen die Mutter-Rolle. Ein anderes Beispiel findet sich in einem Leserbrief in "Die Kinderforschung" (1904) als Reaktion auf den Abdruck von Hirschfelds Ausführungen über "Das urnische Kind". Der heterosexuelle Mann berichtete, dass er als Kind viele nicht rollenkonforme Eigenschaften hatte: er beschrieb sich als damals weich und "mädchenhaft", auch spielte er bei Aufführungen gern Mädchenrollen.


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