1. Pränatale Diagnostik
Die pränatale Diagnostik bezeichnet die Methode zur Erkennung von Mißbildungen beim Fötus. Es wird nach körperlichen Mißbildungen, Abweichung in der Chromosomenzahl und Gendefekten gesucht. Hierbei wird zwischen invasiven und nicht-invasiven Methoden unterschieden.
Die nicht-invasiven Methoden finden außerhalb des Mutterleibes statt. Beispiel hierfür ist die Ultraschall-Feindiagnostik, bei der der Körper des Fötus innerlich und äußerlich auf Anomalien untersucht wird oder der Triple-Test, bei dem Hormone aus dem mütterlichen Blut ausgewertet werden.
Genauere Ergebnisse erzielt man mit der invasiven Pränataldiagnostik. Diese Methoden ermöglichen genetische Tests. Hierbei benutzt man Zellen, die genetisch mit dem Fötus identisch sind. Sie werden aus dem Bauchraum der Mutter entnommen. Die am häufigsten angewendeten invasiven Methoden sind die Amniozentese und die Chorionbiopsie. Die Amniozentese bezeichnet die Fruchtwasserpunktion, also die Entnahme von Fruchtwasser. Bei der Chorionbiopsie wird Gewebe aus der Plazenta entnommen.
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