Einleitung
Die Pränataldiagnostik ist eine recht junge Disziplin der Medizin. Durch neue technische und medizinische Möglichkeiten ist man mittlerweile soweit, viele Schädigungen des Föten schon vorgeburtlich entdecken zu können. Bei diesen Schädigungen handelt es sich zumeist um irreversible, nicht heilbare Mißbildungen oder Gendefekte. Nach Feststellung einer Behinderung des Föten wird dieser in den meisten Fällen abgetrieben. In dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, worin der Grund für Pränataldiagnostik liegt, wozu sie da ist und wem sie eigentlich nützt.
Dabei fange ich damit an, zu untersuchen, ob und wenn wie, sie dem werdenen Leben dient. Pränatale Diagnostik soll dem entstehendem Menschen Leid ersparen. Ist das so? Und ist das der Grund für pränatale Diagnostik?
Danach möchte ich untersuchen, inwieweit die Interessen der Eltern ausschlaggebend für die Pränataldiagnostik sind. Liegt in der Hilfe für die Eltern das Ziel pränataler Diagnostik?
Oder handelt es sich hierbei um einen weiteren Lösungsansatz der "Sozialen Frage" Hierzu werde ich unter Punkt 2 auf die "soziale Frage" eingehen und die Eugenik von ihrer Entstehung bis heute kurz umreissen. Weiter werde ich auf das vieldiskutierte Thema der Kosten und der Kostensenkung im Gesundheits- und Sozialwesen eingehen. Kostenargumente spielen nämlich auch in den Diskussionen um Pränataldiagnostik eine verstärkte Rolle.
Unter Punkt 3 wende ich mich der Bioethik zu.
Im letztem Punkt meiner Arbeit werde ich überprüfen, wie der vieldiskutierte Lebenswert bzw. -unwert, der einen Schwerpunkt in der Diskussion um Pränataldiagnostik einnimmt, überhaupt bemessen wird und warum.
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